Unterwegs - Kinderfreizeit 2014

Grundlegende Infos

  • Was? - Kinderfreizeit 2014
  • Wann? - bis
  • Wo? - Nyvanglejren Holmgårdvej 46 DK-7660 Bækmarksbro
  • Für wen? - Wölflingsstufe, Jungpfadfinderstufe

Es fuhren 30 TeilnehmerInnen mit.

Beschreibung

Liebe Kinder, liebe Eltern,

im Sommer 2014 heißt es für alle, die 15 Tage Lust auf jede Menge Spaß haben: Auf jeden Fall mitkommen! Alle Infos gibt es hier:

Wann findet die Freizeit statt?

Vom 2.8.2014 bis zum 16.8.2014.

Wohin fahren wir?

Ins Haus Nyvang in Lemvik/DK.

Wer darf mit?

Alle Kinder zwischen 8 und 14 Jahren – eine Mit­gliedschaft in der DPSG ist nicht nötig.

Wie viel kostet die Freizeit?

Die Kosten für die Freizeit betragen 435 €.Sollte es Probleme bei der Finanzierung geben, freuen wir uns über eine Rückmeldung.Die Stadt Lüdenscheid und der Pfadfinderförderverein können Sie finanziell unterstützen.

Was ist in den Kosten inbegriffen?

15 Tage Aufenthalt in einem Selbstversorgerhaus inkl. Transport, Vollverpflegung und Programm.

Weitere Informationen gibt es bei einem Vortreffen. Der Termin wird rechtzeitig bekannt ge­geben.

Updates

02.08.2014, 07:33: Kinderfreizeit erfolgreich gestartet

Alle Fahrräder und Koffer eingeladen und Eltern verabschiedet - 30 Kinder startet vorfreudig in Richtung Dänemark! 

03.08.2014, 00:47: Kinderfreizeit in Dänemark angekommen

Die Kinderfreizeit schickt viele Grüße aus dem sonnigen Dänemark! 

Wir sind trotz Stau gut angekommen. 

20.08.2014, 21:44: Fotos sind online!

Die ersten Fotos von der Kinderfreizeit sind online! Da unsere Foto-Galerien sind nur teilweise öffentlich zugänglich, braucht ihr ein Passwort, um alle Bilder betrachten zu können. Fragt eure Leiter in den Gruppenstunden danach oder schreibt uns.

Abschlussbericht

Annate schrieb am 15.9.2014:

Vom 2.bis 16. August 2014 erlebten 30 Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren einen spannende Zeit in Dänemark. Rund um das Thema Wikinger hatte sich ein 10-köpfiges Leitungsteam unseres Stammes eine Geschichte vorbereitet, in der alle Spiele und Programmpunkte eingebettet waren.

Hier der Bericht eines Wikingerkindes über zwei Wochen Kinderfreizeit:

Tossede Wikinger: Das ist dänisch und heißt verrückter Wikinger. Verrückt sind wir alle, weil wir uns schon um 6 Uhr morgens zur Abfahrt getroffen haben. Da musste ich noch früher aufstehen als in der Schulzeit! Und dann haben wir den ganzen Tag im Bus verbracht, weil wir auf der Fahrt so viel Stau hatten. Aber es hat sich gelohnt: wir sind noch im Hellen in  Bækmarksbro angekommen. Das Haus ist wirklich schön und es gibt sogar ein Trampolin.

Ortserkundung: Wir Wikingerkinder spielen gerne und deshalb haben unsere Leiter zum Anfang ein paar neue Gruppenspiele mitgebracht. Besonders viel Kooperation war beim „Eisbergspiel“ gefragt, wo wir gemeinsam ein Eismeer (Wiese) durchqueren mussten, ohne dabei von unseren Eisschollen (Stühle) zu fallen. Nachmittags sind wir auf Streife gegangen und haben in Kleingruppen die Umgebung erkundet. Meine Gruppe ist in den Ort gegangen und wir haben einen tollen Spielplatz gefunden. Ich weiß, dass die Wikinger erst später zu Christen wurden, aber weil wir das ja alles nur spielen und eigentlich eine Pfadfinderfreizeit sind, haben wir am Abend gemeinsam draußen Gottesdienst gefeiert und die Erfahrungen vom Tag miteinander geteilt.

Spaltung in Clans: Heute haben wir unseren Wikingerstamm in Clans unterteilt. Das sind feste Kleingruppen und jede Gruppe trifft sich immer nach dem Abendessen mit einem der Ältesten (das sind unsere Leiter). Jeder Clan hat sich Wikingerhelme gebastelt und wir haben eine Fahne gestaltet, auf dem unser Logo und unsere Clannamen zu sehen sind. Es gibt z.B. den „Anti-Tofu-Clan“, „Die 5 einfallslosen Einhornwikinger“, die „Wasser-Flammen“ und die „Drachenbärte“.

Stärke messen: In den Clans, in denen wir auch zusammen die Spül- und Putzdienste übernehmen, sind wir heute im Wettkampf gegeneinander angetreten. Wir haben verschiedene Sportspiele gespielt und mussten unser Wissen über Wikinger im großen Quiz unter Beweis stellen. Ausnahmsweise ging es abends nach der Abendrunde und der Gutenachtgeschichte noch nicht ins Bett. Wir haben noch das „Ghostbusters“-Spiel gespielt und mussten uns vor den Geistern unserer Wikingervorfahren im dunklen Haus verstecken.

Erkundung von Dänemark: Um uns wie richtige Wikinger auch mit dem Meer vertraut zu machen, haben wir eine Radtour zur Küste gemacht und haben den ganzen Tag am Strand verbracht. Ich war zweimal schwimmen und wir sind zusammen durch die Wellen gesprungen. Der Weg zurück war ganz schön anstrengend, weil ich ziemlich hungrig und müde war.

Die große Prüfung: Heute Morgen sind wir mit großem Radau geweckt worden und die Leiter haben uns in der Morgenrunde erzählt, dass unser Wikingerdorf in der Nacht überfallen worden sei und dass alle Krieger verschleppt worden sind. Nur sie, die Ältesten und wir, die Kinder, sind verschont geblieben. Wir müssten alle schnell zu Kriegern ausgebildet und erwachsen werden und uns dann einer Prüfung unterziehen. In einem Stationsspiel haben wir unsere Fähigkeiten im Knoten knüpfen, furchterregender Kriegsbemalung und Äxte werfen verbessert, wir haben Seemannslieder gegurgelt und wie wilde Wikinger Tortellini gegessen. Im Anschluss haben wir schnellen Überfall und Raub mit systematischem Rückzug geübt (XXL Spazula Spiel) und trainiert, wie man Beute auf fliegende Art und Weise in sein Dorf bringen kann (Frisbee). Abends haben wir als Zeichen dafür, dass wir jetzt echte Krieger sind, ein uraltes Wikingerritual über uns ergehen lassen und wurden im Gesicht mit einer Mischung aus Erde und Wasser angemalt.

Ehrenhafte Kriegeraufnahme: Endlich sind wir echte Wikinger und das soll gefeiert werden. Damit wir nicht sehen, was die Leiter in der Küche zaubern, durften wir den Tag im Schwimmbad verbringen. Zurück am Haus haben wir uns schick angezogen. Zum Abend gab es ein grandioses Buffet mit so vielen leckeren Sachen, dass ich gar nicht alles probieren konnte! Danach haben wir eine Aufführung gemacht und haben kleine Vorführungen und Spiele präsentiert, die wir vorbereitet hatten. Das war sehr lustig! Dann haben wir noch den ganzen Abend getanzt und gefeiert!

Verschnaufpause: Wikinger sein kann ganz schön anstrengend sein. Zum Glück konnten wir heute ausschlafen und haben dann zusammen das Haus geputzt und aufgeräumt.

Ins Land ziehen und

Kostbare Schätze bergen :Die nächsten zwei Tage waren wir haiken, das ist eine Wanderung mit Übernachtung im Freien. Die Ältesten haben uns erzählt, dass tapfere Krieger aus unserem Wikingerstamm bis nach Amerika gesegelt sind und dort ein Fort errichtet haben. Also haben wir uns auf den Weg gemacht. Wir sind den ganzen Tag gewandert, um bis zum Lagerplatz zu kommen und  haben auf dem Weg dorthin an verschiedenen Stationen Nahrungsmittel eingesammelt, die wir zum Kochen brauchten. Als wir endlich am Ziel waren, war ich ziemlich fertig. Am Lagerfeuer konnten wir noch ein paar Eier braten und als es dann angefangen hat zu regnen, bin ich sofort in meinen Schlafsack gekrochen. Von der offenen Hütte aus konnte ich noch den Feuerschein sehen und dann bin ich sofort eingeschlafen.

Am nächsten Morgen ist nach dem Frühstück die Hälfte der Gruppe mit dem Indianerschatz der Wikinger abgehauen und wir mussten ihnen anhand von Pfeilen hinterher eilen. Immer wieder hat es geregnet, aber die Kraft und Motivation hat dann doch noch für eine Runde Capture-the-flag gereicht.

Internes Duell: Heute wurde gekämpft - und zwar Kinder gegen Leiter. Also die Wikinger gegen den Feind. Eine wilde Horde hatte uns die Chickennuggets, die fürs Mittagessen bestimmt waren, gestohlen, war aber bereit, im Wettkampf darum zu spielen. Zunächst haben wir „Schlag den Feind“ gespielt. Das war wie „Schlag den Raab“ und immer drei Kinder sind in verschiedenen Disziplinen gegen einen Leiter angetreten. Es war wirklich knapp, aber wir haben verloren. Keine Chickennuggets für uns. Beim anschließenden Spazula-Spiel haben wir um verschiedene Extras wie Apfelsaft oder Ketschup gespielt. Beim Mittagessen sind wir zwar alle satt geworden, aber von den Chickennuggets hätte ich schon gerne was abgehabt… Nachmittags haben wir noch ein wildes Geländespiel gespielt und abends ein Spiel, bei dem man bewachte Kerzen im Wald auspusten musste.

Nichts ist, wie es war: Für diesen Tag war ein Rollentausch geplant. Kinder wurden zu Leitern und haben das Programm geplant. Es gab Verantwortliche für Morgen- und Abendrunden, für die Mitarbeit in der Küche und für verschiedene Spiele. Alle haben sich angestrengt, sich tolle Sachen auszudenken und es sind spannende neue Spiele entstanden. Allerdings ist einigen von uns auch klar geworden, dass Leitersein auch ganz schön anstrengend ist. Man muss an ziemlich viele Sachen denken und man muss viel vorbereiten.

Grenzen überschreiten: Ich dachte, dass heute mit den Rollen von Kindern und Leitern alles normal sein würde, aber beim Frühstück haben manche Leiter plötzlich eine andere Sprache gesprochen. Im Rollenspiel mussten wir Wikinger dann die fremden Kulturen zusammenbringen. Dazu mussten wir verschiedene Tänze auswendig lernen und in der richtigen Reihenfolge präsentieren, um an ein Wörterbuch zu kommen, dass eine gemeinsame Sprache enthielt. Am Abend haben wir noch ein Lagerfeuer gemacht und unsere abendliche Gutenachtgeschichte draußen vorgelesen bekommen.

Ende gut, alles gut: Der letzte Tag! Wir haben noch einmal ein letztes Geländespiel gespielt, haben im Ort sämtliche dänischen Süßigkeiten aufgekauft und dann unsere Sachen gepackt. Das ganze Haus musste geputzt werden und als wir damit fertig waren, haben wir die schönsten Fotos der zwei Wochen angeschaut.

Rückblick und Abschied: Ich freu mich schon auf zu Hause, aber es ist auch schade, dass wir jetzt zurückfahren und die Freizeit zu Ende ist. Es hat so viel Spaß gemacht, ein Wikinger zu sein und wir hatten alle zusammen viel Freude und eine tolle Zeit!